Am 5. März kündigte Nvidia-CEO Jensen Huang an, dass die zuvor berichtete Pläne, 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, derzeit „nicht realistisch“ seien, da das Projekt deutlich verkleinert wurde. Huang verriet auf der Morgan Stanley-Konferenz in San Francisco, dass Nvidia und OpenAI im Wesentlichen eine Kooperationsvereinbarung getroffen haben, wobei die Investitionssumme auf etwa 30 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.
Huang betonte, dass diese Investition möglicherweise eines der strategisch wichtigsten KI-Projekte ist, an denen Nvidia beteiligt ist. Er hob hervor, dass OpenAI im Bereich generativer künstlicher Intelligenz eine äußerst bedeutende technologische Einflusskraft besitzt, während die Kernaufgabe von Nvidia darin besteht, die groß angelegte Rechenleistung bereitzustellen, die für das Training und den Betrieb der KI-Modelle erforderlich ist. Mit steigender Nachfrage nach Rechenkapazität werden KI-Chips und die Infrastruktur von Rechenzentren zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren in der globalen Tech-Industrie.
Bereits im Jahr 2025 hatte Nvidia eine noch größere Kooperationsidee vorgeschlagen, bei der in den kommenden Jahren bis zu 100 Milliarden US-Dollar in KI-bezogene Infrastrukturprojekte von OpenAI investiert werden sollten. Laut damaliger Planung sollten beide Seiten mindestens 10 Gigawatt Kapazität an KI-Rechenzentren gemeinsam aufbauen und Nvidias GPU-Systeme für das Training großer Sprachmodelle nutzen. Neuere Aussagen deuten jedoch darauf hin, dass dieses groß angelegte Investitionsvorhaben möglicherweise nicht vollständig umgesetzt wird.
Huang erwähnte außerdem, dass die frühere Investition von Nvidia in das KI-Unternehmen Anthropic, die etwa 10 Milliarden US-Dollar betrug, wahrscheinlich eine weitere bedeutende Kapitalstrategie des Unternehmens in diesem Bereich darstellt. Anthropic ist Entwickler des Claude-KI-Systems, und es wird allgemein erwartet, dass das Unternehmen in Zukunft möglicherweise an die Börse gehen wird.
Bezüglich der Gerüchte, wonach es innerhalb von Nvidia Meinungsverschiedenheiten über Investitionen in OpenAI gebe, hat Huang diese zuvor öffentlich dementiert. In einem kürzlichen Interview betonte er, dass er die Führung von OpenAI und dessen CEO Sam Altman sehr schätzt und der Ansicht ist, dass das Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der KI-Technologie spielt.
Derzeit ist OpenAI noch ein privat geführtes KI-Unternehmen, doch seine Position im Bereich generativer KI und großer Sprachmodelle macht es zu einem zentralen Fokus für globale Investoren und Tech-Firmen. Mit der kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Rechenleistung für KI-Training wächst auch das Investitionsvolumen in Rechenzentren, Stromversorgung und Hochleistungs-GPUs rapide.
Der bekannte Investor Michael Burry hat ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Einführung von ChatGPT eine groß angelegte KI-Infrastruktur-Wettbewerbsszene vorantreibt. Viele Tech-Unternehmen und Kapitalinstitutionen investieren weiterhin massiv in den Ausbau von KI-Rechenkapazitäten und Rechenzentren, was in den kommenden Jahren die globale Tech-Landschaft tiefgreifend beeinflussen könnte.